Kinder brauchen Bücher
{ May 18th, 2007 }
Kinder brauchen Bücher. Oder zumindest Märchen. Das sage nicht ich, das sagt Bruno Bettelheim. Und der wusste, wovon er sprach. (Hach, die gute alte Zeit!)
Weil Kinder zuviel fernsehen. Und fernsehen, das ist wissenschaftlich erwiesen, macht Juice aus kleinen Gehirnen. Nervenbahnen, die eben noch dabei waren sich beim Legospielen auftragsgemäß zu verzweigen, stürzen wie bei einem Kneippguß empört durcheinander, und was eben noch ein schönes Apfelmännchen hätte werden können, ist grauer Matsch. Soo dicht am Nobelpreisträger, jetzt auf unserer Showbühne.
Eltern haben es in der Hand.
Also werden die Ninja Turtles abgeschaltet und Hänsel und Gretel vorgelesen. (Zu Beginn emfpiehlt es sich lauter zu lesen, um das Schreien zu übertönen).
„Vor langer, langer Zeit lebte einmal ein Holzfäller und seine Frau…“
„Wieso?“
„Naja, die lebten einfach. Am Waldrand. Sie hatten zwei Kinder, die hießen Hänsel und Gretel.“
„Wieso?“
„Weil den Eltern der Name gefallen hat. Und sie waren bitterarm…“
„Wieso?
„Weil sie kein Geld hatten.“
„Wieso?“
„Weil sie BITTERARM WAREN. Und so beschlossen sie, ihre Kinder im Wald auszusetzen…“
„W…“
„WEIL SIE BITTERARM WAREN und wenn du einmal noch WIESO fragst, dann ist Schluss mit Hänsel und Gretel!“
„Wieso?“
Kinder erschrecken nicht, wenn man mit dem Kopf auf den Buchdeckel schlägt, sie haben das schon oft gesehen.
„Sie waren bittermarm und dann?“
Dann drehten ihre Eltern den Fernseher wieder auf.




June 2nd, 2007 at 9:01 pm
Zumindest zeigt das Nachfragen, dass die Nervenbahnen doch noch irgendwie vernetzt sein müssen.
Sollte ich einmal Kinder haben, finden Teletubbies nicht statt, sondern es wird Old School gehalten (Sesamstraße) ;-))