Sexspiele sind Spiele für Fortgeschrittene. Die einzigen Regeln: erzähl mir deine geheimsten Wünsche. Lass uns auf den Abgrund zugehen. Und einen Schritt darüber hinaus. Lernen wir fliegen. Oder stürzen wir gemeinsam ab. Das einzige Spiel, bei dem es zwei Sieger gibt – wenn man richtig spielt.
Ganz viel früher war Sex so einfach. Ich Tarzan, du Jane hieß es in Prä-Enthaarungszeiten. Jeder wusste, wo die Sache enden würde. Hinter dem nächsten Busch. Der verlor ein paar Blätter, die Beteiligten kein Wort. Zack. Fertig. Gespielt wurde überleben, aber sicher nicht beim Sex. Weiterlesen »
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Newsletter-Abos haben Vor- und Nachteile. Der Vorteil: man kriegt Post, wer Post bekommt ist wichtig und kann bei Kollegen-Gesprächen am Kaffeeautomaten auf verdammt smarte Art socialisen. “Mein email-account”, jammert Kollegin Z., ich sag’s euch, der explodiert jeden Tag!”, Und meiner erst, und meiner erst, schallt es in der Runde wie beim Andachtsjodler am Vierwaldstättersee.
Begleitet von ein paar peppigen 6/8-Bewegungen im Cappuccino rollt man dekorativ mit den Augen und seufzt: “Was soll ich erst sagen Kinder, ich komm’ ja vor lauter Emailchecken gar nicht mehr zum Arbeiten.” (Und ich erst, und ich erst).
Das freilich ist eine glatte Lüge. Ich komme deshalb nicht mehr zum Arbeiten, weil ich mich so ärgere.
Und das führt mich zum Nachteil der Newsletter. Die, die mich ärgern, beginnen oft mit einer Frage. Und diese Fragen stellen schlimme Dinge mit mir an. Sie bringen meinen Säure-Basen-Haushalt durcheinander und ich will gar nicht wissen, was ich bei Vollmond alles mache. Das ist für niemanden in meiner Umgebung günstig (zumindest behauptet meine Umgebung das). Weiterlesen »
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Meine Kinder und ich, wir pflegen ein feines Ritual. Wenn der Abend zu gähnen beginnt, sitzen wir à la Pow-how im Kreis, hübsch Knie an Knie, und jeder erzählt, was an diesem speziellen Tag cool und was nicht cool war - eine Art Philosophicum auf der Suche nach dem Gott der kleinen Dinge.
“ICHICHICH darf anfangen!” kreischt David, als wäre er auf einen Reissnagel getreten, und das darf er auch, denn einem vierjährigen Nesthäkchen mit Sternzeichen Löwe in den wee small hours des Tages etwas abzuschlagen, heißt Abschied nehmen vom Wegdriften in pastellfarbene Gedanken-Seifenblasen und sinkendem Blutdruck, der der herannahenden Alphaphase die Steigleiter macht. Also bitte. Weiterlesen »
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Kategorie: Uncategorized, Kinder ~ 1 Kommentar
Ich habe eine Vision. Bald werden die Straßen unserer Stadt von Menschen mit Reisetrolleys bevölkert sein. Und diese praktischen Reisetrolleys, die ein wirklich schlauer Mensch erfunden haben muss, sind voller Clubkarten und Mitgliedsausweise, ohne die man nicht in den Genuss all der Vorzüge und Vorteile kommt, die die Ausweise mit sich bringen. Und wer dem Vorteil nicht hinterherjagt, den beisst der Nachteil in den Nacken.
Wer ohne Trolley unterwegs sein wird, vor dem werden sich schon die ganz Kleinen fürchten. Ängstlich zupfen sie an den Leggings ihrer Mütter herum, beginnen zu weinen und machen sich in die Hose. Ein Trolleyloser! Dann gibt’s wohl den Weihnachtsmann auch nicht, oder was?
Gut möglich, dass ich diesen Aufruhr verursachen werde. Weiterlesen »
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Kategorie: Gisi Club ~ 1 Kommentar
Es gibt ein großes Geheimnis in meinem Leben und es belastet mich schwer. Nun weiß ich endlich wie sich Frodo gefühlt hat, als er den Ring am Hals hatte. Er konnte mit niemandem darüber sprechen und musste es einfach tun. So geht es mir mit meinen Nägeln. Einmal in der Woche flüstern sie hämisch: Baby, eine french manicure ist wieder mal fällig, hehehe! Dann bekomme ich hektische rote Flecken, Magensausen und feine Schweißtröpfchen sammeln sich auf der Stirn. Denn french manicure und ich, wir sind nicht füreinander bestimmt.
Mit dem rosa, dem farblosen und dem weißen Farblack vor mir fühle ich mich regelmäßig wie ein Schimpanse, von dem man verlangt, dass er einen Monet malt. Wenn die weiße Linie – quasi das Aushängeschild der french manicure – mal zu dick oder zu dünn würde – pah, damit könnte ich gut leben. Aber in neun von zehn Versuchen entsteht bloß ein EKG mit Extrasystolen. Und ich weine. Weiterlesen »
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Kategorie: Freundin ~ Keine Kommentare
Ein Telefon kann Leben retten. Niemand weiß das besser als ich. Wie viele Menschen hätte ich schon erwürgt, wenn ich nicht täglich mit meiner Freundin Roswitha telefonieren könnte: Mitarbeiter der Sozialversicherung, die mir Bettelbriefe schicken, die Verkäuferin in der Parfümerie, die mich auf vierzig schätzt, obwohl ich vierzig bin oder den Erfinder des Hungers, der mich täglich dazu zwingt, tonnenweise Nahrung für meine Familie heranzuschleppen – ein Vorgang, der meine zarte Gestalt in unvorstellbarem Ausmaß davon abhält, endlich George Clooney über den Weg zu laufen.
“Das mit Clooney”, seufzen wir uns gegenseitig in unsere formschönen Ohren, “das wird nie was. Und jetzt noch viel weniger, wo er so abgenommen hat.” Weiterlesen »
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Kategorie: Freundin ~ 2 Kommentare